Köln, 16.07.2014

Diesmal nur Bonobo, Saphira und ich.

Alles in allem kann ich nur sagen: super, hat mal wieder sehr viel Spaß gemacht. Das Wetter war klasse, wurde gegen nachmittag in der Sonne schon fast wieder etwas zu warm. Der Zoo war gut besucht, aber nicht zu voll und die Tiere zeigten eigentlich auch durch die Bank von der interessantesten Seite, zumindest soweit ich das als Gelegenheitsbesucher beurteilen kann.

Jetzt hab ich auch mal einen Malaienbären gesehen. (Wenn man davon absieht, dass ich in Münster vor über zehn Jahren höchtswahrscheinlich auch mal welche gesehen habe, das damals aber nicht bermerkt habe.)
Außerdem bin ich vor allem bei den Vögeln und Reptilien diesmal mit ganz anderen Augen durchgegangen, immer mit einem Blick für Arten und Anregungen für meine Duisburg-Umplanungen. 😉 Ringelschwanzmungos und Schopfibisse sind sooo schön. 😀

Und dann noch ein paar Gedanken zum Clemenshof, was ich Saphira und Bonobo schon erzählt hatte.

Also der ist ja wirklich mal toll geworden, keine Frage. Alles Stilecht, die Ställe schön dekoriert. Das Bauernhaus hätte es wohl nicht, wenn da nicht der neue Zooshop und die Zooschule drin untergebracht worden wären, aber das ist in der Nutzung eine super Lösung.

Jetzt stand letzten Samstag in der NRZ-Sonntagsbeilage allerdings ein großer Artikel über den Clemenshof. Ist ja soweit schön und gut, dass der Revier-Leser auch mal mitkriegt was sich da unten im Rheinland so tut.
Allerdings lautete die Überschrift irgendwas wie „Kuh statt Zebra“. Und im Text hieß es dann ungefähr: Während man in Gelsenkirchen nach Afrika und Alaska und in Bochum an die Nordsee reisen kann, kann man in Köln jetzt Tiere von vor der Haustür sehen. Dann wurde das ganze didaktische Konzept erklärt, den Kindern Nutztierhaltung näher zu bringen.

Was mich daran aufregt, ist, dass es in diesem Artikel so rüber kommt, als wäre man bisher nur in Köln auf die Idee gekommen, sowas zu machen. Dabei haben wir sowas im Revier schon seit einigen Jahren in Duisburg und in Gelsenkirchen, natürlich in unterschiedlicher Ausführung. Ich will hier jetzt nicht aus einem „Wer hat’s erfunden“ rumreiten, da wahrscheinlich auch weder Duisburg noch Gelsenkrichen die Idee zuerst hatten. Und natürlich will ich niemandem ausreden, sich das in Köln anzuschauen nach dem Motto „Wozu, gibts doch hier auch.“ Ich finde nur diese Gegenüberstellung in dem Artikel unfair, zumal sie auch noch sachlich falsch ist.

Man hätte in dem Artikel so schön den Clemenshof vorstellen können, da jetzt neu, und dazu eine kleine Infobox in denen weitere solche Einrichtungen in anderen Zoos kurz geannt sind, und alles wäre gut. Letzendlich kann auch nicht jeder nach Köln fahren, würde sowas aber gerne sehen und wäre froh zu erfahren, dass es sowas in seiner Nähe auch gibt.

10 Gedanken zu „Köln, 16.07.2014“

  1. Jaa, schön fand ich den Besuch auch wieder und wir hatten echt klasse Wetter, wenn auch gegen Ende etwas zu warm. Nächstes Mal komme ich in kurzen Hosen und Sandalen, egal, ob Regen angesagt ist oder nicht! 😡

    Von den 903 Bildern sind am Ende übrigens ’nur‘ 190 übriggeblieben. Einen Blogartikel schreibe ich, wenn mein Bildbearbeitungsprogramm mit dem Bearbeiten der Bilder fertig ist…

    1. Ja, ich fands auch echt schön 😀 Ich war nur am Ende echt kaputt 😀

      Halt uns mal mit dem Artikel, über den Clemenshof auf dem laufenden 🙂 Also was aus dem Leserbrief wurde.

  2. Den Artikel habe ich vor einiger Zeit auch gelesen und fand ihn auch etwas seltsam. Vor allem da Köln nach Gelsenkirchen ja der zweite Geo-Zoo in NRW wird und der Bauernhof da irgendwie außen vor ist. Asien im nächsten Bauschriit und Afrika im übernachsten, heißen ja auch nicht umsonst die Zukunftspläne. Von den vergangen Projekten ganz zu schweigen.
    Insgesamt ist der Artikel wohl ein bisschen in die Hose gegangen, aber fehlendes Fachwissen ist ja jetzt keine Neuigkeit bei vielen Journalisten 😉

    Habt ihr denn die angesprochenen Besonderheiten gesehen?

    1. Bis auf die Hornvögel ist mir nichts „größeres“ aufgefallen?

      Die Borkenratten kannte ich schon, und bis auf die zahlreichen Umsetzungen bei den Vögeln (Nimmersatte und Kahlkopfrapp von der Voliere vor dem Regenwald in die Fasanerie, Scharlachspinte auch in der Srandvogelvoliere, vielleicht auch Fehler? usw. ) ist mir nichts weiters aufgefallen. Umsetzungen sind ja auch keine wirklich neuen Arten.

    2. Alleine das ist ja schon eine große Neuerung 😉 Außerdem leben seit kurzem Milchstorch und Cochinchina-Bankivahuhn in der Asienvoliere vor dem Tropenhaus. Beide werden in europäischen Zoos so gut wie gar nicht gehalten und bekommen bald noch Gesellschaft durch eine weitere große asiatische Vogelart.

      Außerdem gab es Nachwuchs bei den seltenen Schopfibissen und einem Vertreter der Raubtiere. Ist noch nicht öffentlich, aber hätte man theoretisch schon sehen können.

      Änderungen bei den Säugetieren wird es erst demnächst geben, aber vor allem der Milchstorch kann ja schon als „groß“ bezeichnet werden, ebenso der Nachwuchs bei dem „geheimnisvollen“ Raubtier 😀

      Mal was anderes, wie sieht es denn bei euch zeitlich im August aus? Theoretisch hätte ich da ein Auto und man könnte nach Arnheim fahren? Prinzipiell bietet sich ja Frankfurt aufgrund der sehr günstigen Busticktes und der Nähe auch an?

    3. Einen Schopfibis hab ich gesehen, den ich als Jungvogel einstufen würde. Dann aber schon als etwas älteren Jungvogel. In wie weit das bei denen mit der Nachzucht selten ist, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

      Wenn ich mit meiner Gelegenheitsbesucher-Kennis die Raubtiere mal durch gehe, dann fiel mir folgendes auf:

      Geparde liefen beide draußen rum.
      Die Tigerin war mit ihren beiden Halbwüchsigen auf der Anlage.
      Löwen lagen zu zweit in der Anlage.
      Die Leopardin haben wir rumlaufen gesehen.
      Die Schneeleoparden lagen in ihrer Höhle.
      Drei Ringelschwanzmungos liefen durch ihre Volieren, einer davon abgetrennt.
      Die Honigdachse haben wir garnicht gesehen.
      Ein Malaienbär war auf der Außenanlage.
      Von den Grizzly-Damen nur eine gesehen.
      Zwergotter nicht gesehen.
      Seelöwen bei der Fütterung.

      Hab ich wen vergessen? Stelle garde fest, dass ja garkeine Caniden dabei sind.

      Ok, unter Hinzuziehung von Zootierliste und unter der Premisse, dass es was besonderes sein soll, fallen in die engere Auswahl: Malaienbär, Schneeleopard, Honigdachs oder Ringelschwanzmungo.

    4. Gepard und Grizzlybär können nicht züchten, da jeweils nur ein Geschlecht vorhanden ist. Von daher ist deine Recherche und dein Tipp gar nicht so schlecht. Allerdings hast du 2 Arten vergessen, eine davon fällt aus dem oben genannten Grund ebenfalls raus 😉

      Besonders liegt ja immer im Auge des Betrachters. Asiatische Löwen sind beispielsweise ja auch seltene Tiere. Naja ihr werdet es in den nächsten Wochen erfahren, wenn es öffentlich ist.

      Auf meine Frage bezüglich der Termine hast du noch nicht geantwortet 😛

      Achja und als ebenfalls neue Tierart hatte ich den Kleinen Igeltanrek vergessen. Habe ihn leider selbst auch noch nicht gesehen.

    5. Hinter den Kulissen gibt es noch eine Salzkatze. Aber auch nur ein Einzeltier meines Wissens nach. Nach der 2. Art suche ich noch 😀

    6. Hinter den Kulissen kann ich ja nicht wissen. Aber Lincoln hat recht, ich hab was vergessen, was wir gesehen haben, bzw hätten sehen können: Die Kleinen Pandas. Und dabei fällt mir auch wieder ein, dass an der eine Seite Abstandsgitter aufgestellt waren, wo die Schlafbox ist. Da hatte Saphira ja sogar noch gesagt: „Vielleich haben die ein Junges.“

      Die Tanreks sollen/sind dann wohl im Hippodom in der Afrotheria-Vitrine. Gott, wie ich euch um eure tolle Didaktik beneide.

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