Planspiel: Raubtierhaus Zoo Berlin

Ich dachte mir, ich stelle meine Ideen zu einzelnen Anlagen im Zoo Berlin und auch aus dem Tierpark vor.

Mir geht es nicht darum, zwei ganze Konzepte zu entwickeln, sondern eher die Ideen der Zoo-und Tierparkleitung zu einzelnen Komplexen oder Anlagen nach meinen Vorstellungen zu spezifizieren.

Den Anfang macht das Raubtierhaus des Zoo Berlin.

Kritik und Anregungen sind natürlich erwünscht und auch Vorschläge zu dem nächsten Haus/zur nächsten Anlage, die ich gedanklich umgestalten könnte. Denn bisher habe ich noch nichts anderes außer das hier :lol:

Hier ist erstmal der aktuelle Status (alle Arten des aktuellen Bestandes, die nicht bleiben, sind rot geschrieben):

Raubtierhaus Berlin Ist-Zustand

Und hier meine Ideen:

Rabtierhaus Berlin Umstrukturierung

Einige Anmerkungen von mir:

Tigeranlage:
Der Graben der Tigeranlage wird teilweise zugeschüttet nd leicht erweitert, um den Tigern mehr Platz bieten zu können. Die Anlage wird in der Mitte geteilt, um in Zukunft ein Zuchtpaar des Malaiischen Tigers halten zu können (in Abgrenzung zum Tierpark). An der Stelle mit dem übrig gebliebenen Graben ensteht eine asiatisch gestaltete Hütte nach dem Leipziger Vorbild, von dem man eine freie Sicht auf die Tiere hat. An den anderen Stellen werden Sichtschieben für den näheren Kontakt eingebaut.
In dem Bereich zwischen aktueller Zwergmungoanlage und dem aktuellen Käfigtrakt der Tiger, dort, wo man aktuell von innen auf die Tigeranlage blicken kann, entsteht ein Glaspavillon als ganzjährig nutzbares Innengehege. Ein zweites einsehbares Innengehege wird aus den ersten beiden aktuellen Tigerkäfigen errichtet.

Neue Arten:
Als neue Art werden Nebelparder als Nachnutzer der derzeitigen Jaguargehege aufgenommen. Mit entsprechender Deckenanhebung und Bodenabsenkung im Haus sollte genug Höhe für die einsehbare Innenanlage erreicht werden können.
Die Erdmännchen ziehen in Bao Baos ehemaliges Gehege und erhalten dort eine großzügige und abwechslungsreiche Landschaft in Vergesellschaftung mit Fuchsmangusten.
Anstelle der nicht unterartenreinen Afrikanischen Löwen werden Asiatische Löwen präsentiert.

Jaguare:
Alternativ zu den Jaguaren wären auch Persische Leoparden denkbar.

9 Gedanken zu „Planspiel: Raubtierhaus Zoo Berlin“

    1. Ja, so in etwa. In der Kleinkatzen-Abteilung würde ich dan die asiatische Rostkatze an die Nebelparder grenzen lassen, dan die afrikanische Sandkatze. Vielleicht wäre eine unterarteinreine afrikanische Löwengruppe auch eine Option.

      Nur eins macht mich skeptisch, nämlich den Ausgang rechts oben mit einem Innengehege zuzubauen, Stichwort Brandschutz und Entfluchtung. Wenn ich da zum Vergleich an unser Äquatorium denke mit seiner Sackgasse in der letzten Halle, das geht wahrscheinlich nur wegen Bestandsschutz durch und weil ausgewiesene Notausgänge durch den Pflegergang führen. Bei einem Umbau darf das bestimmt auch nicht mehr so bleiben.

      1. Rechts oben im Flügel, wo derzeit die Innenkäfige der Jaguare und eigentlich der Tiger sind, befindet sich kein Ausgang 😉
        Ist leider etwas schwer zu erkennen, aber die Eingänge habe ich jeweils mit roten Strichen markiert 😉

  1. Kleine Anregungen von mir – hier zur Diskussion gestellt:

    – Meiner Ansicht nach kann man die Tiger-Außenanlage ähnlich wie im Zoo Frankfurt in den See hineinziehen und die Besucher über eine Brücke führen.
    – Die bisherige Tiger-Freianlage kann man mit einem Netz überkuppeln. Da ein Wassergraben vorhanden ist, würden sich natürlich Jaguare als erste Wahl anbieten.
    – Den Bereich zwischen den beiden Gebäudeschenkeln des Raubtierhauses kann man auch mit einer scheinbar einheitlichen, tatsächlich aber zweigeteilten Kuppel-Anlage etwa für eine Leoparden-Art oder auch Nebelparder nutzen. Die Besucher werden durch einen Tunnelgang mit beidseitigen Panoramascheiben geführt. Vom Raubtierhaus selbst kann man durch ein Panoramafenster in diese Leoparden-Anlage hineinsehen.

    http://zoobeobachter.de/wp-content/uploads/2016/06/RaubtierhausUlliB.jpg

    http://zoobeobachter.de/wp-content/uploads/2016/06/RaubtierhausUlliB2.jpg

    ehr schöne Planung von dir !!!

    1. Ich sollte mir auch mehr das Umfeld der Anlagen anschauen. 😆 Dass die Tigeranlage den Jaguaren mehr bringen würde, hatte ich mir auch schon überlegt. Hätte dann aber geiheißen: keine Tiger. Das mit dem See ist natürlich die Lösung.

      Die Käfige zwischen den beiden Gebäudeflügeln fand ich auch nicht so gut, da hatte ich auch dran gedacht, die zusammen zu fassen. Der Tunnel ist natürlich der Clou, grade bei einer baumbewohnenden Art. Ich würde mich für Java-Leoparden ausprechen, denn Nebelparder sieht man zu selten.

      Insgrsamt würde ich, wenn schon systematisch, das Haus komplett den Felidae oder den Feloidae (einbeziehen der Mangusten und Eupleriden) widmen. D.h.den Tyra raus, die Sandkatze drin lassen. Des weiteren könnte man überlegen, ob man nicht einem südamerikanischen, einen afrikanischen und einen asiatischen Flügel einrichtet.

      1. Ich habe mich insofern gegen Java-Leoparden entschieden, als dass diese schon für den Tierpark eingeplant sind und dieser auch das Internationale Zuchtbuch für Java-Leoparden führt nzw. führen wird. Aber es schadet natürlich nichts, solch eine seltene Art zweimal in berlin zu halten.
        Das Argument mit den Nebelpardern verstehe ich, fände es aber schade, wenn man die gar nicht mehr in Belrin sehen würde, denn der Tierpark wird die Zukunft eventuell nicht mehr halten (können).

        Das mit der geographischen Auftelung hatte ich auch erst überlegt, kam aber nicht zu einem sinnvollen Ergebnis.

    2. Das mit dem See ist wirklich DIE Lösung. Ich hatte den zwar für die Erweiterung der Gehege unten teilweise miteinbezogen, aber du machst das mit deinem Vorschlag noch viel konsequenter.

      Das mit dem Tunnel finde ich irgendwie interessant, da bin ich gar nicht drauf gekommen. Da werde ich darüber nachdenken.
      Andererseits würde dann doch recht viel Außenfläche für die ziemlich großen Zuchtgruppen der Schmalstreifen- und Ringelschwanzmungos verloren gehen.

  2. Das nenn ich mal ein Sammelhaus.

    Ich vesuch mir grade klar zu machen, wie das Haus aufgebaut ist, ich war ja noch nie da. Seh ich das richtig, dass unten eine dreickige Halle ist, rechts ein grader und links ein L-förmiger Korridor? In den Korridoren und dem Dreicke sind an allen Wänden Innenkäfige und an allen Außenwänden Außenkäfige/gehege und oben zwischen den beiden Gebäudeflügeln sogar einander gegenüber?

    Wie ist denn die gernelle Ausrichtung im Zoo? Tendiert man zum geografischen, bitop-bezogenen oder eher zoologisch-systematischen Ansatz?

    1. Ja, das ist korrekt. In der dreieckigen Halle unten befinden sich der Auf- bzw. Abgang zum Nachttierhaus, was diese Gebilde in der Mitte darstellen sollen.
      Allgemein ist die Grundrissform ziemlich blöd und schwierig für einen sinnvollen Umbau. Immerhin steht das Haus nicht unter Denkmalschutz bis auf die große Außenanlage der Löwen.

      Letzteres. Man möchte sich auch in Zukunft eher wie ein „klassischer“, systematisch orientierter Zoo präsentieren.

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