Walarium Zoo Duisburg (Belugas, Commerson-Delphine)

1969 wurden 0,2 (zuerst dachte man, es wären 1,1), 1975 1,0 Belugas von einer zooeigenen Expedition in der Hudson-Bay in Kanada gefangen. Allua starb 1986, Moby 1999, Ferdinand wurde 2004 nach SeaWorld San Diego abgegeben. Untergebracht wurden die Tiere in einem ca. 10x10x3 Meter großem Becken, dass ursprünglich die erste Delphinanlage (1965-1968) gewesen war. Anfangs hatte man sicher Zuchtambitionen und in den 60ern mag das Walarium sogar noch als adäquate Unterbringung gegolten haben. Nachwuchs gab es jedoch nie.

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Bestehende Pläne, das Walarium auszubauen wurden 1993 mit dem Wechsel der Zooleitung vom neuen Direktor Rheinhard Frese ad acta gelegt. Die beiden verbliebenen Tiere gingen damals schon auf die 30 zu. Nach Mobys Tod wurde eine Unterbringung für Ferdinand, der seine potentiell noch 10-20 verbleibenden Jahre nicht allein in dem veralteten Becken verbringen sollte, gesucht und gefunden.

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1978, 1982 und 1984 führte der Duisburger Zoo Fangexpeditionen nach Patagonien durch. Jeweils sechs Tiere wurden gefangen und nach Duisburg transportiert. Dort starben die meisten jedoch nach kurzer Zeit an Infektionen, so dass noch im Jahr des letzten Imports nur noch drei Männchen, Jogi, Pepe und Busso, übrig waren. Auf weitere Fangaktionen wurde verzichtet und der Versuch der langfristige Haltung von Commerson-Delphinen damit spätestens Ende der 80er de facto aufgegeben und nur noch die verbleibenden Tiere weiter gepflegt. Als letzter Commerson-Delphin wurde Jogi, er stammte noch von der 1978er-Expedition, zusammen mit Ferdinand nach San Diego abgegeben, starb dort aber etwa einen Monat nach Ankunft im Alter von ca. 30 Jahren.

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