Äquatorium – Finale Version überarbeitet

8 Stunden – falls sich jemand fragt, wie lange es brauchte, diese Grafik mit Word zusammenzusetzen. 😉 Das ist jetzt die finale Version für das ZooVisionDU-Konzept.

Nachdem Hombi sich den Entwurf vorgenommen hat, habe wir ihn noch einmal überarbeitet. Ziel war es, einen einzigen Weg durch das Haus zu haben, bei dem der Besucher an allem vorbei kommt, die einblicke nicht Konkurrieren und der Käfig-Charakter noch weiter zurückgeschraubt wird.

Einige Reptilien und Fische sind noch dazu gekommen. Der Vogelbestand ist jetzt komplett, allerdings wurden sicherheitshalber einige in Halle III in die Voliere gesetzt.

Nachdem Hombi festgestellt hat, dass die Maße, mit denen wir bisher gearbeitet haben, nicht ganz stimmten, ist jetzt alles noch ein bisschen größer geworden, was unter anderem dazu führt, dass in Halle II sogar Platz wurde für ein „richtiges“ Binturong-Gehege, d.h. eine mit Glasscheiben eingefasste Grünfläche.

aequatorium
Version 1

Wie im Rio Negro bin hier dazu übergangen, einzelne Bäume einfach in die Besucherfläche zu stellen. Das dürfte einen guten Urwaldeffekt erzeugen.

Im Gegensatz zum letzten Entwurf hat Halle III eine Neueinteilung erhalten. Wie man es dreht und wendet, ein Orang-Außengehege lässt sich vernünftig nur an der Südwestwand anbauene. Laufgänge quer über das Dach oder das Holzschnitzel-Heizkraftwerk schienen mir nicht sinnvoll und auch zu teuer.

Trotzdem sollte der neue Ausgang an dieser Seite bleiben. Hätte man ihn an die Südostwand verlegt, kämen die Besucher raus, würden sie das Orang-Außengehege nur am Rande mitbekommen und das der Nebelparder garnicht.

Version 2, ohne Fischkatzen

Was jetzt noch fehlt, ist der vollständige Vogelbesatz, vor allem für die große Voliere im Ostausgang. Bisher hab ich für Halle I freifliegend Schildturako, in der Voliere Kongo-Graupapagei, Halle III freifliegend Reisfink, Sumbawa-Drossel, Grünflügeltaube, Königsfruchttaube und Straußwachtel.

7 thoughts on “Äquatorium – Finale Version überarbeitet”

  1. Hast du dich schon mal mit den Haltungsrichtlinien des Landes befast die pläne sind ja ganz nett aber entsprechen nicht den Richtlinien…
    Klar die orangs brauchen mehr Platz aber auch wegen ihrer Sozialstrucktur mindestens zwei Innen und Außenanlagen..
    Je mindestens 200m2 wie soll das in eine Halle von ca 100 m2 passen vorallem da noch Pflegergänge und Absperr/ Rückzugskäfige nötig sind …
    An der Westseite des Zoos muß zudem noch eine Rettungszufahrt auf das Zoogelände möglich sein, neben dem Holzhackschnitzelwerk…..

    1. Hallo, danke für deinen Kommentar.

      Ich sollte dazu sagen, dass der Entwurf hier inzwischen auch schon wieder überholt ist, und zwar in mehreren Aspekten. Ich hatte inzwischen auch schon eine, wenn auch eher allgemeine Rückmeldungen von direkt beteiligter Seite erhalten.

      Das Problem mit den Außenanlagen ist das, dass man als normaler Besucher in die Bereich hinter dem Äquatorium ja schon seit Jahren nicht mehr zugänglich ist. Deshalb ist auf diesem Entwurf auch das Außengehege nicht drauf. Allerdings gibt es an der Westseite des Äquatoriums ohnehin keine Zufahrt, wie auch, das Gelände grenzt direkt an die Autobahn. Das Zufahrtstor ist an der Ostseite vom Zubringer zur Carl-Benz-Straße aus.

      1. Hallo,
        die Zufahrt erfolgt vom nicht zugänglichen Bereich über die Karl Benz Straße..
        Nach meinen Infos muß das auch leider so bleiben..
        Eine Möglichkeit den Orangs mehr Platz zu bieten ist eine Zusammenlegung der Anlagen und Nachtställe und ein vorgelagerter Anbau neben der AußenanlageSowie eine zweite Außenanlage neben der jetztigen im Bereich des Spielplatzes…
        Grundsätzlich scheint der Trennt im Affenhaus auf eine weitere Artenreduktion zu gehen..
        Wie gefällt den die neue Asienvoliere?..
        Ich sehe alle Pläne mit verkleinertem Besucherbereich sehr kritisch denn der Zoo hat einfach zuwenig Warmhäuser und das Affenhaus ist jetzt schon gerne mal unertäglich voll.
        Da zumindest die Gorillas viel Platz im Hintergrund haben und nach Auskunft der Pfleger das auch sehr schätzen ist das größte Problem meiner Meinung nach der Orangberich.
        Die Weißscheitelmangeben sind in Absprache mit dem EEp nur als Männergruppe gedacht.

      2. Hallo, schön das du das Gespärch weiter führe möchtest, das freut mich sehr.

        Zunächst zur Zufahrt: Ich denke, da sind wir auf den gleichen Weg und reden nur aneinander vobei. Vielleicht hilft meine Übersichtszeichnung auf Basis des Zooplans, das zu verdeutlichen. Ist allerdings nur eine grobe Aufteilung.

        http://zoovisiondu.zoobeobachter.de/wp-content/uploads/2017/11/ZooVision-DU-2017-11-25.png

        Die Zufahrt von der Karl-Benz-Straßen ist etwa in Höhe der Nummer 18 unten rechts. Das Orang-Außengehege ist die Nummer 16. Wo das nach meiner Idee hin soll, wird dadurch nirgendwo diese Zufahrt blockiert.

        Das Säugetiergutachten verlangt mindestens 160m2 für bis zu vier erwachsene Tiere und zwei Innengehege. Aber nicht pro Innengehege die Mindestgröße, was ja auch keinen Sinn ergeben würde, da beide Innengehege ja für alle vier Tiere gedacht sind. Die Schlafboxen werden zu der Mindestgröße hinzugezählt, wenn die Tiere permanenten Zugang dazu haben. Das ist im Äquatorium jetzt schon Praxis und ist bei diesem Entwurf auch nicht anders vorgesehen.

        Ich hab nochmal mittels Google Maps nachgemessen. Wenn deren Maßstab stimmt – und davon gehe ich aus – hat die dritte Halle des Äquatoriums ca. 225 m2. Dazu kommen ca. 144m2 aus der Fläche der Meerkatzen-Innenkäfige. Die Meerkatzen-Außenkäfige werden zu Innekäfigen hinter den Kulissen umgebaut, das macht nochmal knapp 77m2 auf der einen und 65m2 auf der anderen Seite.

        Außengehege fordert das Säugetiergutachten nur eines. Entsprechend gibt es auch nur Größenangaben für eines. Wenn ich an andere neue oder (teil)modernsierte Orang-Haltungen denken – Münster, Wuppertal, Dortmund, Köln, Gelsenkrichen – scheint man dort mit einem Außengehege gut auszukommen. Der Masterplan in Köln, der das Menschenaffenhaus zum Asienhaus umgestaltet, sowie die Pläne für das Urwaldhaus in Krefeld sehen jeweils auch nur ein Außengehege vor.

        Die Voliere im Ostausgang ist wirklich großartige geworden. Für mein Gesamtkonzept wäre ein afrikanischer Besatz angedacht gewesen, aber das ist jetzt kein Punkt, in dem ich dogmatisch wäre. Ich knüpfe immer gerne an die Gegebenheiten an, und was nicht verbessert zu werden braucht, daran ändere ich in meinen Entwürfen auch nichts.

        Dass das Äquatorium manchmal überfüllt ist, liegt mMn genau an dem bisherigen Zuschnitt, nämlich dass die Besucher am Nordende reinkommen, durchgehen bis in Halle III, da sozusagen die 180°-Kurve machen und durch genau der gleichen Raum wieder zurückgehen. Im Prinzip genauso wie beim Aquarium. Mein Entwurf macht mit dem neuen Ausgang am Südende aus dem Äquatorium ein Durchgangshaus. Durch weniger Arten dürfte sich außerdem, auch an besucherstarken Tagen, die Verweildauer verkürzen, da der größere Teil des Laufpublikums doch meist nur einen Blick ins Gehege wirft und weitergeht, wenn er das Tier gesehen hat. (Nicht, dass ich dieses Verhalten begrüßen würde, aber so ist es nun mal.) Grade unter diesem Aspekt ist die Halle III mit ihren vielen Käfigen extrem unvorteilhaft.

        Ich sehe es übrigens genauso, dass es in Duisburg an Häusern mit höherer Aufenthaltqualität mangelt. Dabei sind bei jedem Haus die Gründe ganz unterschiedlich und unterschiedlich ausgeprägt. Das einzige Haus, bei dem das absolut nicht zutrifft, ist das RioNegro. Aber dafür habe ich in meinem Gesamtkonzept auch versucht, mögliche Lösungsansätze zu finden.

  2. Super Entwurf!
    Wenn in Duisburg Geld für so eine Umsetzung wäre, würde es mich freuen. Auch die Auswahl der Arten gefällt mir sehr gut.

    Allerdings ist leider einer meiner ersten Eindrücke, viel zu viele Tiere. Das entspricht leider immer noch dem Status eines Sammlerhauses (wie aktuell auch) und steht in meinen Augen im Widerspruch zu einer wirklich modernen Tierhaltung. Von daher nach meinem Geschmack den Bestand deutlich reduzieren…

    1. Das sehe ich so wie du, Lincoln.
      Ich finde, gerade die beiden Asienhallen wirken sehr voll. Auf jeden Fall würde ich die Binturongs und die Languren rauslassen, gerade letztere wirken sehr dazwischen gequetscht.
      Stattdessen lieber ein paar mehr Pflanzzonen, Schilder oder Terrarien. 😉

    2. Die Binturongs nehmen den Platz ein, den momentan die Faultiere haben. Das Carree in Halle II ist sozusagen nur deren Bodenstation und soll so aussehen, wie die Insel in der Mitte von Halle I zur Zeit. Aber kann man natürlich auch weglassen.

      Die beiden kleineren Gehege in Halle III kann wohl auch für eine Art zusammenlegen, wobei ich daran dachte, eine Vergesellschaftung von Schopfgibbon und Orang zu versuchen. Allerdings würde mich auch ein Entwurf wie in Rimba reizen und die Gibbons mit auf die Huftieranlage hinten raus zu bringen. Nur stehen da wahrscheinlich zu viele Bäume zu dicht beeinander.

      Man könnte auch statt der Fischkatze in Halle II eine Affenart unterbringen. Ich denke, da gibt es Arten, wo weitere Halter und Züchter nötiger sind. Nur kämen mir dann die Nebelparder als einzige Raubtierart fast schon wieder deplaziert vor. Auf die möchte ich als Duisburger Traditionsart, die unter den kleineren Pantherini ja auch zu den weniger vertretenen gehören, nicht verzichten.

      Ansonsten wüsste ich nicht, wie man grade bei diesem großen Haus, das dazu konstruiert ist, eine gewisse Anzahl an Arten zu beherbergen, von einem Sammelcharakter wegkommen sollte. Eine Sammlung hat man, sobald eine gewisse Zahl mit gemeinsamen Thema zusammenkommt, unweigerlich. Das gleiche würde für das Madagaskar-Haus gelten, dass wir aus dem Raubtierhaus konzipiert haben, nur dass hier die Gruppenzugehörigkeit der Arten gemischter ist. Ich hielte es nicht für sinnvoll, aus diesem Grund heraus die großen Käfige, die ja nun einmal vorhanden sind, nicht mit jeweils einer kleinen Affenart zu besetzen, für die der Platz absolut ausreichend ist. Grade wenn es um Zuchtgruppen seltener Arten geht.

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